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Geschichte Flugplatz Giebelstadt



Geschichte

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg wählte das deutsche Luftwaffenministerium ein Gelände in der Nähe der Ortschaft Giebelstadt für den Bau eines Flugplatzes aus. Im Jahre 1936, mit dem Eintreffen der Heinkel 111 Bomber der Luftwaffe begann der Flugbetrieb. Offiziell wurde der Flugplatz am 17. September 1936 anläßlich der Abnahme einer Truppenparade durch Adolf Hitler eröffnet.
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das Kampfgeschwader 53 mit seinen Heinkel 111 Bombern als Teil der Luftunterstützung für den "Blitzkrieg" auf dem Flugplatz stationiert. Die Bomber flogen viele Einsätze gegen die verschiedensten Ziele in Frankreich.
Zwischen 1941 und 1945 wurde der Platz für Experimente und die Entwicklung geheimer Flugobjekte, einschließlich der düsengetriebenen Messerschmitt ME-262 und der raketengetriebenen Messerschmitt ME-163, genutzt. Der Zugang zum Flugplatz wurde nur noch für spezielles Personal, das die Genehmigung des Luftwaffenministeriums besaß, gestattet. Um eine größtmögliche Geheimhaltung zu erreichen, wurde der Name des Ortes Giebelstadt von allen deutschen Landkarten gestrichen.
Noch vor dem offiziellen Zusammenbruch des Dritten Reiches wurde der Flugplatz Giebelstadt von der 12. Amerikanischen Panzerdivision eingenommen. Kurz nach der Besetzung des Platzes wurde das 55. Amerikanische Jagdgeschwader von Kaufbeuren nach Giebelstadt verlegt. Das Geschwader wurde in Giebelstadt mit dem neuen Jagdflugzeug P 80 ausgerüstet. Am 20. August des gleichen Jahres wurde das 55. Jagdgeschwader gegen das 31. Jagdgeschwader ausgetauscht. Diese Einheit blieb dann bis Oktober 1946 in Giebelstadt.
Im Februar 1947 begann das 850. US-Luftwaffenpionier-Bataillon mit der Befestigung und Verlängerung der Startbahn. Die Landepiste wurde auf eine Länge von insgesamt 7.200 Fuß (2.194,46 m) ausgebaut. Zweck dieser Maßnahme war der vorgesehene Flugbetrieb mit schweren Bombern. Unmittelbar nach der baulichen Fertigstellung der Maßnahme wurde der Platz mit B 29 - Bombern des strategischen Luftkommandos (Strategic Air Command) belegt.



Giebelstadt war eine der europäischen Basen dieses Kommandos während der Stationierungszeit in Europa. In der Hauptsache erfüllte Giebelstadt den Zweck als Nachschub- und Ausbildungsbasis.

Am 15. Januar 1948 wurde der Flugplatz geschlossen und das gesamte Personal verlegt. Bis zum Jahre 1950 wurde die militärische Präsens nur durch ein kleines Wachkommando verkörpert. Es handelte sich um Deutsche und Letten, die in uniformierten und kasernierten Wacheinheiten bei der US-Army Dienst taten (Labor Service).
Im April 1950 wurde der Flugplatz mit der 603. Fliegerleit- und Meldekompanie (Radar) belegt. in der gleichen Zeit betrieb die US Luftwaffe eine MSQ Stellung (Raketenleitstelle).
1954 wurde der Platz nach einer langen Pause wieder fliegerisch genutzt. Neben den verschiedensten fliegerischen Verbänden sind als stärkste Einheiten das 22. und 86. US-Kampfgeschwader zu nennen. Später wurden noch das 69. und 45. Truppentransportgeschwader hinzu verlegt. Im gleichen Zeitraum wurden auch die verschiedensten flugtechnischen Testprogramme in Europa durchgeführt und auf dem Flugplatz Giebelstadt zu Abschluß gebracht.
Herausragenstes Ereignis dieser Zeit dürfte der Besuch des Herzogs von Edinburgh gewesen sein, der im Rahmen von Verwandtenbesuchen in der weiteren Region u.a. auch den Flugplatz besichtigte.

1956 wurde die 603. Fliegerleit- und Meldekompanie durch die 602. Jägerleit- und Flugmeldekompanie ersetzt. Im Jahre 1959 kamen die ersten Soldaten der neuen deutschen Luftwaffe nach Giebelstadt. Ziel war die Übernahme verschiedener US-Radarstellungen durch die Bundeswehr. Das Ziel konnte jedoch infolge Mangels an ausgebildetem Fachpersonal nicht verwirklicht werden. So wurden 1961 die Bundeswehrsoldaten wieder abgezogen und auf andere Radarstellungen verteilt. Aufgrund dieser Unterstützungsabkommens zwischen dem damaligen Verteidigungsminister F.-J. Strauss und der US Luftwaffe in Europa wurde am 01.01.1962 auf dem Flugplatz eine Standortverwaltung eingerichtet und der Platz in das Ressortvermögen des Bundesministers der Verteidigung überführt.
In dieser Zeit wurde der Platz auch als Landeplatz für die berühmte U2 unter dem Piloten Garry Powers benutzt. Powers wurde später bei einem Spionageanflug über der Sovietunion abgeschossen und zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

Am 31.12.1968 endete das Dasein der 602. Jägerleit- und Meldekompanie durch die Verlegung der Radarstellung nach Lauda. Im Herbst des gleichen Jahres führte die Erprobungsstelle 61 der Bundeswehr (Manching) auf dem Flugplatz Versuche mit Drehflüglern durch. Die Erprobungsstelle wurde im Dezember 1969 wieder nach Manching verlegt.

Zwischen 1968 und 1970 war der Flugplatz nur von einer US-Raketeneinheit (Hawk) belegt. Diese Einheit war ein Teil des Tiefflugabwehrsystems der NATO. Es handelte sich um die C-Btry/6 th Bn/52d ADA. Die Einheit kam erstmals im Jahre 1961 nach Giebelstadt und blieb bis zur Außerdienststellung im Jahre 1991 in Giebelstadt.

Im März 1970 wurde direkt von Fort Bliss, Texas kommend das 3/67. Flugabwehrbattaillon (Vulcan/Chapparall) in Giebelstadt heimisch und blieb bis Mai 1981 dominierender Truppenverband auf dem Flugplatz.
Im Anschluß an den Abzug der Luftabwehreinheiten wurde Giebelstadt als Brigadestandort für das neue NATO-Patriot Programm auserkoren. In diesem Zusammenhang wurden erhebliche NATO-finanzierte Baumaßnahmen durchgeführt.
Am 01. Januar 1976 wurde die bis dahin selbständige Standortverwaltung Giebelstadt in eine Außenstelle der Standortverwaltung Würzburg umgewandelt.

Ab Mai 1981 wurde das 3. US Heeresfliegerbataillon in Giebelstadt stationiert. Bereits im Jahre 1976 war die erste Kompanie (B-Kompanie) des Bataillons von Fort Knox, Kentucky nach Giebelstadt verlegt worden.
Beginnend 1976 wurde auf dem Flugplatz Giebelstadt erhebliche Baumaßnahmen durchgeführt, die zum größten Teil mit NATO Mitteln finanziert wurden. (Tower, Hangars, Startbahn, Flugsicherungseinrichtungen und Anlagen für die Stationierung einer Patriotbrigade. Im gleichen Zeitraum wurde das 67. Luftabwehrbataillon von Giebelstadt nach Kitzingen verlegt und die 69. US Patriotbrigade schrittweise stationiert. Der Brigadestab mit Stabskompanie befinden sich noch immer auf dem Flugplatz.
Mit Zustimmung des Bundesministers für Verteidigung wurden 1993 die schweren Transporthubschrauber von Schwäbisch-Hall nach Giebelstadt verlegt.
Seit dem 01.07.2000 ist die 12. Heeresfliegerbrigade (US-Army) von Wiesbaden kommend, in Giebelstadt stationiert.

Bis Dezember 2006 verfügte Giebelstadt über zwei Brigadestäbe - der 69. Air Defense Artillery (Patriot) und der 12. US Heeresfliegerbrigade.

Seit Ende 2006 sind keine amerikanischen Einheiten mehr auf dem Flugplatz Giebelstadt stationiert.



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